VfL-Halle muss weiter abspecken

GUMMERSBACH. Während Gummersbachs Politik in der letzten Ratssitzung den Bau einer neuen VfL-Halle entweder kategorisch abgelehnt oder zumindest sehr kritisch beleuchtet hat, sprechen die Spitzen von VfL und Stadt inzwischen schon über einen Plan C.

Dabei geht es um einen preiswerten Hallenneubau in Modulbauweise. Dieses Verfahren würde die bisher genannten Baukosten von 10 bis 12 Millionen Euro noch einmal deutlich reduzieren. Acht Millionen hält Bürgermeister Frank Helmenstein für eine „realistische Größe“. Und viel mehr kann Gummersbach wohl auch nicht aufbringen.

Zur Erinnerung: Erst im November vergangenen Jahres hatte die Stadt für eine „abgespeckte Variante“ einer neuen VfL-Halle, den Plan B, geworben. Aus ursprünglich geplanten 17 Millionen Euro für eine Multifunktionshalle auf dem Steinmüller-Gelände wurden 10 bis 12 Millionen.

Förderbescheid noch vor der Landtagswahl?
Allerdings zeichnet sich inzwischen ab, dass weder die Stadt, noch der VfL diese Summe tatsächlich stemmen können. Nach wie vor gesetzt sind 3,5 bis 4 Millionen Euro Landesförderung. Und es könnte gut sein, dass diese Zusage nur noch bis zur Landtagswahl im Mai Bestand hat. Daher will Helmenstein spätestens im April die Sache unter Dach und Fach haben, um noch vor den NRW-Wahlen einen Bewilligungsbescheid in Händen zu halten. Ebenfalls als sicher gelten zwei Millionen für den Verkauf der Namensrechte an der VfL-Halle.

Für die dritte Säule des Finanzierungsmodells zeichnet VfL-Chef Jochen Kienbaum verantwortlich, der sich um Sponsoren aus der Wirtschaft bemüht. Allen Unkenrufen zum Trotz bekräftigte er gestern noch einmal, dass er zwei Millionen Euro garantieren können, mit denen man vier Millionen finanzieren werde. „Die Wirtschaft steht.“

Weiter sagte Kienbaum unserer Zeitung, es sei an der Zeit für einen Beschluss des Rates, dass die Halle gebaut werden soll. Das werde in der Wirtschaft erwartet. „Und dann geht das mit dem Geld auch ganz schnell.“ Eine Halle in Modulbauweise, die nur für den Sport konzipiert wäre, begeistert den Gummersbacher Unternehmensberater allerdings noch nicht. Er wisse, dass sich oberbergische Firmen eine Halle wünschten, in der sie Kongresse und Mitarbeiterveranstaltungen ausrichten können.

Weil die Zeit drängt, wird im Rathaus zurzeit an den unterschiedlichsten Baustellen zur gleichen Zeit gearbeitet. Es gilt so gut wie sicher, dass der Versuch, eine VfL-Halle und ein Shoppingcenter im Huckepackverfahren zu bauen, gescheitert ist. Daher müssen beide Projekte wieder „entkoppelt“ werden. „Damit es bei der Realisierung des EKZ-Neubaus zügig vorangehen kann“, sagt Helmenstein.

Parallel dazu klärt eine kleine Arbeitsgruppe, bestehend aus dem Technischen Beigeordneten Ulrich Stücker, dem neuen VfL-Geschäftsführer Axel Geerken und dem Sporthallenexperten Dr. Claus Binz, ob auch eine Halle in Modulbauweise den Anforderungen des VfL genügt und ob die Stadt damit auch den Richtlinien für eine öffentliche Förderung genügen kann.

Erfahrungen beim Sportstättenbau in Modulbauweise hat unter anderem die Schweizer Firma Nüssli, wo man sich gestern zu den Plänen in Gummersbach nicht äußern wollte. Es gebe zurzeit noch keine Ausschreibung, sagte uns eine Unternehmenssprecherin. Zwar keinen kompletten Neubau, dafür aber die gesamte Event-Infrastruktur lieferte Nüssli für die Spiele der Handball-EM in der Stadthalle von Graz. Der Auftrag umfasste unter anderem den Bau einer Tribüne mit 5000 Sitzplätzen, drei Kameratürmen sowie einem Podest für das Fernsehstudio.

rundschau-online.de vom 25. Februar 2010




Die Halle, der VfL und manche Merkwürdigkeiten


Gummersbach – Für eine Arena auf dem Steinmüllergelände könnte die Zeit bald ablaufen – Neue Hallen-Alternativplanung – Kardinalfrage bleibt die Finanzierung.

Offiziell gibt es nichts, rein gar nichts, was die aktuell Beteiligten zu einem möglichen Hallen-Neubau in Gummersbach sagen. Doch von Ruhe kann keine Rede sein, denn hinter den Kulissen wird dem Vernehmen nach emsig gearbeitet, um die Voraussetzungen für einen Hallenbau zu schaffen – mitunter mit einigen Merkwürdigkeiten. Fakt ist, dass den Entscheidern die Zeit wegläuft. Großprojekte, die auch mit Fördergeldern der Landesregierung geplant sind, sollten tunlichst bis zum Mai in trockenen Tüchern sein. Nach der Landtagswahl in NRW wird nämlich allgemein damit gerechnet, dass in Bund und Land ein Kassensturz vollzogen, und manche, zuvor positiv beschiedene Maßnahme dem erwarteten Sparkurs und damit dem Rotstift zum Opfer fällt.

Der Stadtrat als Entscheidungsgremium hat jedoch bislang weder notwendige Sachinformationen über die Rahmenbedingungen eines Hallenbaus und eine mögliche Verquickung mit dem anvisierten Einkaufszentrum vorliegen, noch hat man die Thematik in der Vergangenheit ausführlich diskutieren können. Und bis zum Mai ist lediglich noch eine Ratssitzung im März vorgesehen. So glühen nach OA-Informationen derzeit die Drähte im Gummersbacher Rathaus, um das Unmögliche möglich zu machen. Ins Visier genommen wurde offenbar nunmehr auch ein Anbieter aus der Schweiz, dessen Finanzrahmen noch einmal um 40 Prozent unter der zuletzt abgespeckten Finanzierungsversion einer 3.000 bis 4.000 Zuschauer fassenden Halle liegen würde. Allerdings verfügt dieser auf dem Weltmarkt tätige Anbieter über keinerlei Erfahrung im Hallenbau, sondern legt sein Schwergewicht nach eigenen Worten auf „temporäre und permanente Bauten für den Eventbau, Messebau und Ausstellungsbau“. So wird nunmehr von Fachleuten geprüft, ob diese Billigversion tatsächlich eine Alternative darstellt oder verworfen werden muss, zumal in dieser Halle lediglich Sportveranstaltungen, aber keine anderen Groß-Events stattfinden könnten.

Realistischer erscheint – zumindest theoretisch – der Bau einer zehn bis zwölf Millionen Euro teuren Variante. Allerdings scheint der ursprünglich angedachte Finanzplan Makulatur zu sein. Ungewiss ist, wie tief ein Sponsor für den Erwerb der Namensrechte der Halle in die Tasche greifen wird, wenn auch in Zukunft die Top-Spiele in der Kölner Lanxessarena ausgetragen werden. Und auch die Gelder, die von den Machern des VfL Gummersbach ursprünglich als Beitrag der oberbergischen Wirtschaft für den Hallenbau auf dem Steinmüllergelände zugesagt worden waren, entspringen bislang offenbar lediglich einem Wunschdenken. Zwei Millionen Euro zuzüglich Bürgschaften in derselben Höhe sollten eigentlich akquiriert werden. Davon kann aktuell keine Rede mehr sein. Und eigenes Geld kann der VfL nicht beibringen, sondern plagte sich noch in jüngster Vergangenheit mit Finanzsorgen herum.

Will man den Hallentraum also nicht platzen lassen, wird man im Gummersbacher Rathaus nicht nur schnell arbeiten, sondern auch neue Geldquellen erschließen müssen. Ein schwieriges Unterfangen in einer Zeit, in der die Finanznöte in der Kreisstadt künftig eher noch zunehmen werden.

oberberg-aktuell.de vom 23. Februar 2010



Neue Halle: Ratsfraktionen sind skeptisch


Gummersbach – Ein Risiko der Stadt Gummersbach bei der Finanzierung oder Unterhaltung will offenbar niemand eingehen.

Hans-Egon Häring ist im Gummersbacher Stadrat schon so etwas wie ein alter Hase. Wenn der langgediente Sozialdemokrat warnend den Finger hebt, hat dies schon eine gewisse Aussagekraft. Und Häring nutzte seine gestrige Haushaltsrede, um unmissverständlich deutlich zu machen, dass seine Fraktion aufgrund der desaströsen Haushaltslage keine Experimente bei einem möglichen Hallen-Neubau auf dem Steinmüllergelände eingehen werde. „Neue Gebäude und Einrichtungen sind möglicherweise noch zu finanzieren, aber der Unterhalt ist bei fehlenden Einnahmen ein großes Risiko“, verdeutlichte der SPD-Fraktionschef seinen Standpunkt.

Sein CDU-Pendant Christoph Schmitz, der seine erste Haushaltsrede hielt, kleidete seine Uneindeutigkeit in eine Frage: „Werden es alle Beteiligten in einer gemeinsamen Kraftanstrengung hinbekommen, für den VfL eine neue Halle auf dem Steinmüllergelände zu realisieren, oder muss nach einer anderen Lösung gesucht werden, die dem VfL eine bundesligataugliche Spielstätte ermöglicht?“. Zuversicht sieht sicherlich anders aus.

Auch die kleineren Parteien sehen einen Hallenneubau kritisch. Wenn die Stadt Zahlungen leisten oder bürgen müsse, werde man sich dagegen aussprechen, so Grünen-Sprecher Lothar Winkelhoch. „Wir wollen verhindern, dass wir und unsere Kinder eine Investitionsruine unterhalten müssen. Das wäre nämlich so sicher wie das Amen in der Kirche.“ Obwohl die meisten Bürger der Stadt dem VfL verbunden seien, müsse man den Realitäten ins Auge blicken. „Und der VfL ist – nüchtern betrachtet – nun einmal ein Unternehmen mit ungewisser wirtschaftlicher Zukunft.“ Auch die „Linke“ bezweifelte, ob eine Handballarena zu schultern sei.

oberberg-aktuell.de vom 10. Februar 2010



Sieg gegen Kiel war die beste Werbung


GUMMERSBACH. Sportlich hat der VfL Gummersbach am Wochenende mit seinem furiosen Pokalsieg gegen Kiel einen großen Schritt nach vorne gemacht. Und Fortschritte - wenn auch kleinere - gibt es im Bemühen um den Bau einer neuen Sporthalle. Von der Öffentlichkeit unbemerkt, hat Bürgermeister Frank Helmenstein in den letzten Tagen zwei „enorm wichtige“ Gespräche geführt. Das eine mit einem Interessenten an den Namensrechten. Ob das immer noch die Rheinischen Sparkassen sind, von denen es bislang geheißen hatte, sie würden sich die Namensrechte an der Gummersbacher Arena zwei Millionen Euro kosten lassen, ließ Helmenstein offen: „Leute, die sich in wirtschaftlich schweren Zeiten engagieren wollen, muss man wie ein scheues Reh behandeln.“

Mit Manfred Palmen, dem für Sport verantwortlichen Staatssekretär im Düsseldorfer Innenministerium, sprach Helmenstein über das Thema Fördermittel und erhielt die konkrete Zusage, dass das Land auch den Bau einer kleineren Halle fördern wird. Für die größere Ursprungsplanung standen vier Millionen Euro an Förderung im Raum.

In den kommenden Tagen will Helmenstein mit dem VfL klären, wie weit die Handballer und deren Sponsoren mit der Erledigung ihrer Hausaufgaben gekommen sind. „Wir werden der Stadt all unsere zur Verfügung stehende Unterstützung anbieten“, sagte der neue Geschäftsführer des VfL, Axel Geerken.

rundschau-online.de vom 10. Februar 2010



Urteil über Arena-Bau soll bald fallen


Weiterhin ist die Realisation einer neuen Spielstätte für den VfL Gummersbach ungewiss. Die finanziellen Aspekte stehen dabei im Mittelpunkt; Bürgermeister Helmenstein drängt auf eine zeitnahe Entscheidung für das Projekt.

Entscheidende Gespräche sollen noch in diesem Monat im Gummersbacher Rathaus geführt werden – dabei will man von Seiten der Stadt vor allem auf das städtebauliche Urteil spezieller Fachkräfte setzen. Auch soll geklärt werden, inwiefern die Stadt die nötigen finanziellen Mittel aufbringen kann: Ein Zuschuss vom Land NRW wird in diesem Zuge ebenfalls geprüft. Nicht zuletzt soll auch der VfL Gummersbach selbst bei der Planung einer Arena ein Mitspracherecht haben.

Das vorgesehene Modell ist bereits eine reduzierte Version der ursprünglichen Pläne: Mit Blick auf Betriebs- und Folgekosten ist eine Arena mit 4.000 Zuschauerplätzen angedacht. Laut Bürgermeister Helmenstein soll noch dieses Jahr eine Entscheidung fallen. 

Stadionwelt vom 05. Januar 2010



Chancen für kleinere VfL-Halle steigen


Angebote der Bieter und Vorstellungen der Stadt haben sich angenähert

GUMMERSBACH. Nach wie vor ist nichts entschieden, doch wenige Tage vor Weihnachten sind die Chancen für den Bau einer neuen VfL-Halle auf dem Steinmüller-Gelände deutlich gestiegen. Seit Wochen hatte Bürgermeister Frank Helmenstein für eine kleinere Halle geworben. Offenbar mit Erfolg, denn in einer gestern Abend herausgegebenen Pressemitteilung heißt es, durch die ,abgespeckten' Anforderungen an die Halle habe eine Annäherung der Bieter an die der Stadt stattgefunden.

Nach Informationen unserer Zeitung hatten die drei Bieter, die in der Kreisstadt neben dem seit Jahren geplanten Einkaufszentrum auch eine neue Halle für die Gummersbacher Handballer bauen wollen, Ende letzter Woche ihre noch einmal überarbeiteten Pläne im Rathaus abgegeben. Inzwischen wurden sie auch in der Lenkungsgruppe Steinmüller beraten, die zu der Auffassung gekommen ist, dass es sinnvoll ist, an dem Huckepack-Modell, also der gemeinsamen Projektentwicklung von Halle und EKZ, weiter festzuhalten. Und das, obwohl noch viele Detailfragen zu klären sind. Im Januar sollen weitere Gespräche geführt werden. Dazu gehören auch weitere Unterredungen mit dem VfL. Hier sollen die Details einer kleineren Halle erörtert und die bisherigen Finanzierungszusagen noch einmal überprüft werden.

Eine kleinere VfL-Halle soll nach den Vorstellungen der Stadt 4000 anstatt der bislang geplanten 5000 Sitzplätze haben. Auf Logen will man womöglich ganz verzichten. Dieses Vorgehen wurde auch von den Mitgliedern im Business-Club des VfL ausdrücklich begrüßt. Ein gesonderter Treffpunkt für die Sponsoren wird allerdings gewünscht.

OVZ-Printausgabe vom 19. Dezember 2009




Multifunktionshalle bleibt im Rennen

Gummersbach - Bei der Stadt Gummersbach sind überarbeitete Angebote der drei Bieter zur Errichtung eines Einkaufszentrums in Verbindung mit einer Multifunktionshalle auf dem Steinmüllergelände eingegangen.

Durch die „abgespeckten“ Anforderungen an die Halle konnte eine Annäherung der Angebote an die Erwartungen der Stadt erzielt werden. Auch wenn noch viele Detailfragen zu klären sind, sieht die „Lenkungsgruppe Steinmüller“ die Möglichkeit, weiter mit den Bietern über die vorliegenden Angebote zu sprechen. Zunächst allerdings sind zusätzliche Abstimmungen und Gespräche erforderlich, die im Januar erfolgen sollen. Dazu gehören eine intensive wirtschaftliche und juristische Prüfung der überarbeiteten Angebote, weitere Abstimmungsgespräche mit den Verantwortlichen des VfL Gummersbach über die Details einer verkleinerten Halle und die Überprüfung der bisherigen Finanzierungszusagen.

Außerdem müssen die Betriebskostenberechnungen an die veränderten Rahmenbedingungen der Hallenplanung angepasst werden und Betriebsmodelle mit dem Land Nordrhein-Westfalen, dem VfL und externen Fachleuten beraten werden. Der Fachbeirat wird die aktuellen Angebote zudem unter städtebaulichen und einzelhandelsspezifischen Aspekten prüfen. Nach Auswertung der dann vorliegenden Ergebnisse wird das weitere Vorgehen festgelegt werden können.

oberberg-aktuell.de vom 18. Dezember 2009




Weichenstellung für Gummersbach


GUMMERSBACH. Wann wird das neue EKZ gebaut, bekommt der VfL eine neue Halle und was wird mit Karstadt und dem EKZ Bergischer Hof? Spätestens im Dezember soll es Antworten geben.
Davon geht Bürgermeister Frank Helmenstein nach der letzten Sitzung der Lenkungsgruppe Steinmüller aus. Als Anhänger des VfL Gummersbach und Verfechter eines Hallenneubaus kann er sehr gut nachvollziehen, dass die Menschen wissen wollen, ob und wann die Blau-Weißen in der Kreisstadt eine neue Spielstätte bekommen. Gerade jetzt, wo der Verein in finanzielle Schwierigkeiten gekommen ist, wäre in den Augen vieler Anhänger ein Hallenneubau ein wichtiges Zeichen. Doch dieses Signal kann zurzeit keiner geben.
Die Gespräche mit den drei Investoren gestalten sich als aufwändig. Noch liegen die Vorstellungen von Stadt und Investoren auseinander. Wieviel Millionen es tatsächlich sind, dazu sagen Helmenstein und sein Technischer Beigeordneter Ulrich Stücker nichts. Denn noch stehen weitere Gespräche an, um auszuloten, was noch geht. Zudem sollen die Konzepte der drei Bieter von externen Gutachtern auf ihre Machbarkeit hin untersucht werden.
Bürgermeister schrieb an den Metro-Chef
Das klingt alles nach viel Arbeit, doch im Dezember will die Verwaltung sagen, was Sache ist. Dass sich das „Huckepackverfahren“, also der Bau von Sporthalle und EKZ von einem Investor, als unüberwindbare Hürde herausstellt, hofft keiner. Doch ganz ausgeschlossen werden kann dieses Szenario nicht.
Doch nicht nur das Thema VfL brennt der Verwaltung unter den Nägeln. Seit der Insolvenz des Karstadt-Warenhauskonzerns ist auch die Zukunft der Gummersbacher Filiale ungewiss. Und das trotz guter Umsatzzahlen. Helmenstein hat daher auch den Vorstandsvorsitzenden der Metro AG, Eckhard Cordes angeschrieben und gefragt, ob er was zur Zukunft des Karstadt-Standorts Gummersbach sagen kann. Die Metro-Tochter Kaufhof wolle angeblich 60 Karstadt-Filialen übernehmen, sagt Helmenstein.
„Wenn Karstadt Gummersbach verlässt, dann haben wir im EKZ Bergischer Hof keine 1A-Einkaufslage mehr“, sagt Stücker. Und dann drohten weitere Auswirkungen auf die Geschäftsstraßen der Innenstadt. Einfluss auf Karstadt oder Kaufhof habe die Stadt nicht, betont der Bürgermeister. „Die haben wir nur auf dem Steinmüller-Gelände.“ Doch mit dem Beschluss über den Bau eines EKZ dort will man noch warten, bis mehr Klarheit im Fall von Karstadt herrscht. „Wir haben jetzt so lange über den EKZ-Neubau gesprochen, dass es auf einige Monate nicht mehr ankommt“, meint Stücker.

rundschau-online.de vom 12. September 2009
 


Heißes Eisen "Halle" liegt bis zum Winter auf Eis

Gummersbach - Derzeit will sich in der Gummersbacher Politik niemand so recht positionieren, zumal die Investoren-Gespräche sehr zurückhaltend bewertet werden.
Das Thema Sporthallen-Neubau ist derzeit in Gummersbach eher an den Rand gedrängt. Ursache dafür ist die Kommunalwahl Ende August. Keine Partei will sich vor diesem Termin positionieren, zumal die Finanzierungs-Strukturen nach wie vor unsicher sind. Erste Gespräche mit den möglichen drei Investoren, die auch das Einkaufszentrum bauen sollen, ergaben, dass man bei den Vorstellungen zur Finanzierbarkeit weit auseinander liegt. Bekanntlich erwartet die Stadt eine nicht unbeträchtliche Kostenübernahme bei der Erstellung der Halle durch den Investor.

„Davon kann zur Zeit überhaupt keine Rede sein“, berichtet ein Insider. Unter diesen Voraussetzungen will sich derzeit keine Partei mit einer Hallendiskussion die Finger verbrennen, und so ist das Thema zunächst auf Eis gelegt. Bis Ende August wird es keine neue Entwicklung geben, und auch im Anschluss muss sich der neue Rat erst konstituieren, die Problematik parteiintern besprochen und neu gewichtet werden, ehe politische Entscheidungen folgen könnten. Denkbar ist auch, dass man sich mit anderen Überlegungen dem Thema neu zuwendet. „Vielleicht müssen wir unsere Ansprüche an eine Halle korrigieren und sehen, was wir für die zur Verfügung stehenden Mittel bekommen“, äußerte sich ein Insider.

oberberg-aktuell.de vom 30.06.2009



NRW-Bauminister Lutz Lienenkämper: Handball "nach Hause" holen

Die Gummersbacher haben im Stadttheater ihre 900 Jahre lange Geschichte gefeiert. Beim Jubiläumsfestakt gab der NRW-Bauminister und Gastredner Lutz Lienenkämper einer neuen VfL-Halle gute Chancen. Es liege nahe, die Heimspiele wieder in Gummersbach auszurichten und den Handball "nach Hause" zu holen.
Gummersbach - Die Worte von NRW-Bauminister Lutz Lienenkämper müssen wie Musik in den Ohren der Festversammlung geklungen haben. Er fand nicht nicht nur lobende Worte für die bisherige Revitalisierung des Gummersbacher Steinmüller-Geländes. Er war auch der Auffassung, dass es "richtig und klug ist", eine neue Arena für die Handballer des VfL Gummersbach mit 5000 Plätzen auf dem ehemaligen Industrieareal zu planen.
Es liege nahe, die Heimspiele wieder in Gummersbach auszurichten und den Handball "nach Hause" zu holen. Nachdem das Land bereits die feste Zusage für vier Millionen Euro gegeben hat, war Minister Lienenkämper gestern "zuversichtlich", dass die Kreisstadt das Projekt gestemmt bekommt.
Bei seiner Festrede bediente sich der NRW-Bauminister auch einiger Aussagen des berühmten Philosophen und Soziologen Prof. Jürgen Habermas, der in der Kreisstadt aufgewachsen ist und bereits vor Jahren den Gummersbachern "Gemeinsinn und Initiative", vor allem aber "gewerbliche Aktivität und Fleiß", attestiert hatte. Habermas ließ allerdings auch eine "gewisse Sturheit, die sich auf das Produktivste entfaltet" nicht unerwähnt. [...]

rundschau-online.de vom 13. Juni 2009



Sparkasse als Namensgeber für VfL-Arena?

Drei Unternehmen wollen in Gummersbach ein Shopping-Zentrum bauen. Die Stadt will die VfL-Halle jetzt noch als Dreingabe durchsetzen. 

GUMMERSBACH. Gesprächsbedarf hat die Stadt Gummersbach, nachdem sie die drei Angebote für den Bau von EKZ und VfL-Halle gesichtet hat. Noch liegen die wirtschaftlichen Vorstellungen von Stadt und Investoren „erheblich auseinander“. Zurzeit ist also noch keines der drei sich um den Bau des Einkaufszentrums bewerbenden Unternehmen gewillt, Gummersbach zu den aktuellen Konditionen eine neue VfL-Halle dazu zu liefern.
Die Stadt will deshalb die zaudernden Bieter für den Bau der Halle gewinnen. Bislang hat die Stadt dem Investor, der die Halle baut, bereits einen Bauzuschuss von zehn Millionen Euro zugesichert.
Diese Summe setzt sich zusammen aus vier Millionen vom Land NRW und weiteren vier Millionen aus der heimischen Wirtschaft. Von der Vergabe der Namensrechte erhofft man sich weitere zwei Millionen.
Mit dem Rheinischen Sparkassen- und Giroverband, dem Dachverband der rheinischen Sparkassen, wurden bereits erste Gespräche darüber geführt, ob sich die Banker nach dem Kieler Vorbild den Namen „Sparkassenarena“ auch in Gummersbach eine Stange Geld kosten lassen würden. „Ich weiß, dass es hierzu Gespräche gegeben hat. Allerdings liegt noch keine Entscheidung vor“, sagt Markus Vandrey, Sparkassendirektor der Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt.
Zurzeit werde überlegt, ob der Name Sparkassenarena die Marke Sparkasse weiter nach vorne bringe. In Gummersbach würde man sich freuen, wenn es dazu käme.
Doch mit zehn Millionen Baukostenzuschuss allein kann man keine neue Halle bauen. Daher ist die Stadt wohl auch bereit, dem Investor, der die Halle realisiert, beim Grundstückspreis erheblich entgegen zu kommen. Der müsste so niedrig bemessen sein, dass eine Halle abfallen könnte. Quasi als Nebenprodukt des neuen Shoppingcenters. Unter dem Strich heißt das: Die öffentliche Hand würde den Bau quersubventionieren, weil sie auf Mehreinnahmen aus dem Grundstücksverkauf verzichtet.
Wie hoch die Herstellungskosten für die Halle tatsächlich sind, kann momentan nur gemutmaßt werden. 15 Millionen Euro werden genannt. „Wir müssen klären, ob einer der Investoren bereit ist, die Lücke zwischen unseren zehn Millionen und den wirklichen Herstellungskosten zu schließen“, sagt SPD-Chef Hans-Egon Häring. Das sei die Gretchenfrage, findet sein Kollege Heinz-Uwe Tholl.
Über den Ausgang der Verhandlungen will der CDU-Fraktionssprecher nicht spekulieren. Häring ist zuversichtlich: „Es müsste gehen“.

rundschau-online.de vom 08.05.2009



Weitere vier Millionen für die VfL-Halle
GUMMERSBACH. Für den Bau einer VfL-Halle auf dem Steinmüller-Gelände hat das Land NRW vor Monaten einen Zuschuss von vier Millionen Euro zugesagt. Seit gestern steht fest, dass weitere vier Millionen Euro aus der heimischen Wirtschaft kommen. „Wir haben die Zusage für zwei Millionen Euro, mit denen insgesamt vier Millionen finanziert werden können. Das ist bereits gesichert“, sagte VfL-Aufsichtsratsmitglied Jochen Kienbaum. Zusammen mit Aufsichtsratschef Claus Horsmann und Wirtschaftsprüfer Götz Timmerbeil hatte er gestern den Spitzen von Rat und Verwaltung in der Lenkungsgruppe Steinmüller das Ergebnis und ein mögliches Betreiberkonzept erläutert.

„Das war ein sehr konstruktives Gespräch. Es gab sehr viele Fragen, doch ich hatte nicht den Eindruck, dass es grundsätzliche Zweifel an unseren Ausführungen gab“, sagte Kienbaum. Für den angestrebten Baukostenzuschuss von zehn Millionen Euro fehlen aber immer noch zwei Millionen. Kienbaum sagte, er werde weiter Unternehmer suchen, die das Projekt unterstützen wollen. Auch sei eine Bausteinaktion geplant, an der sich jeder Fan des VfL beteiligen kann. Völlig offen ist allerdings, ob einer der drei Anbieter für EKZ und Sporthalle bereit ist, sich mit einem stattlichen Millionenbetrag an dem Hallenbau zu beteiligen. Das aber wäre Voraussetzung dafür, dass die Halle gebaut wird.

rundschau-online.de vom 06.05.2009



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