brauchen Wir - der VfL, die Fans, die Stadt - eine neue Halle?


Seitdem es im VfL Profihandball gibt, ist die Eugen- Haas Halle die Heimspielstätte der Gummersbacher Handballer. Die 2100 Zuschauer fassende Halle entspricht, jedoch nicht mehr gegenwärtigen Ansprüchen.

Deswegen wollen Wir, die Fans des VfL Gummersbach, uns für eine neue Halle stark machen und für unseren Verein einsetzen.

Die Nachteile der Eugen- Haas Halle

Die Eugen-Haas Halle wird den Ansprüchen einer professionellen Spielstätte nicht mehr gerecht. Mit einem Fassungsvermögen von rund 2.100 Zuschauerplätzen ist die Halle um mindestens 1.500 Plätze zu klein, um einem Handball-Bundesligisten die notwendigen Zuschauereinnahmen zu generieren. 
Der nicht vorhandene Komfort, sowie die mangelhafte Ausstattung hinsichtlich Gastronomie, Sponsorpflege und sonstige technische Ausstattung verhindert ein natürliches Wachstum der Zuschauerzahlen, sowie das Werben und die Pflege weiterer und vorhandener Sponsoren, ohne die ein professioneller Sportclub nicht existieren kann. Weiteres Manko der Eugen-Haas Halle sind das zu kleine Foyer, welches bei Spielen sehr überfüllt ist und ein gemütliches Beisammensein von Fans vor, nach und in der Halbzeit des Spiels gar nicht zulässt. Die Sicht von den Tribünen ist meist stark eingeschränkt (siehe Fotos), sei es durch andere Zuschauer oder durch Gitter, welches die freie Sicht auf das Spielfeld stört.
Die Verselbstständigung der Handballbundesliga (HBL) wird - analog zum Basketball- mittelfristig (2-5 Jahre) einen Mindeststandard für Sportstätten der 1. Handball-Bundesliga definieren. Dieser Standard wird neben einer Mindestkapazität der Zuschauerplätze auch die bauliche Form regeln (Zuschauerränge rundum, Kamerapositionen, etc.). Wer diese Auflage nicht erfüllen kann, wird keine Lizenz erhalten. Die einzige Möglichkeit wird dann das Ausweichen an einen anderen Spielort sein.
Die Eugen-Haas-Halle lässt eine professionelle Vermarktung und damit Sponsorenattraktivität nicht zu. Auch eine dringend benötigte Steigerung der Zuschauerzahlen ist nicht möglich. Beispielsweise erreichte Bayer Dormagen in der 1. Bundesliga und in einer Halle, die ähnlich der Eugen-Haas-Halle war, einen Zuschauerschnitt von ca. 900. In der 2. Bundesliga mit einer neuen, modernen und zuschauerfreundlichen Halle wird ein Schnitt von 1.800 Zuschauern erzielt.

Die Vorteile einer neuen Halle in Gummersbach

Mit einer neuen Halle könnten viele größere Veranstaltungen der Region (z.B. Kaninchenzuchtveranstaltungen, Landsmannschaftstreffen, politische Veranstaltungen, Briefmarkensammlerbörsen, Messen, Flohmärkte, Oktoberfeste, Hallenmotocross, Reitturniere, Konzerte und auch Hallenfussballturniere) nach Gummersbach gelockt werden. Solche Veranstaltungen müssen zurzeit abgelehnt werden, da sie einerseits in der Eugen-Haas-Halle nicht durchgeführt werden können und zum anderen die Hallen am Wochenende nahezu ausgelastet sind.  
Spielt der VfL Gummersbach in Wettbewerben, wie dem EHF-Cup oder dem DHB-Pokal in der Gummersbacher Eugen-Haas Halle, ist dies seit dem Komplett- Umzug in die Lanxess-Arena Köln immer ein besonderes Ereignis. Dies liegt zu einem daran, dass die meisten Fans aus der Region um Gummersbach kommen und zum anderen an der sensationellen Stimmung, die in der Eugen-Haas Halle herrscht.
Wie sehr die Zuschauer und Bürger des Oberbergischen Kreises an „ihrem“ VfL hängen zeigten die Aktionen als es dem VfL wirtschaftlich sehr schlecht ging. Es drohte die Insolvenz und damit das Ende des VfL Gummersbach. Um den VfL zu unterstützen, gründeten Handballfreunde, die den Handball in Gummersbach nicht sterben lassen wollten, am 10.11.1998 den „Förderverein zur Rettung der Handball Bundesliga in Gummersbach“. Nach einem Spiel gegen TuS Nettelstedt wurde diese Idee an der Biertheke geboren und innerhalb einer Woche umgesetzt. Viele hatten den Bundesliga-Handball schon abgeschrieben, die Hände in den Schoss gelegt und schon die schwarzen Anzüge hervorgeholt, um den VfL zu beerdigen. Aber andere haben die Ärmel hochgekrempelt und Freunde und Bekannte angesprochen, den Förderverein zu unterstützen. Sie gingen auf die Strasse und sprachen die Bürger unter dem Motto "Rettet den VfL-Bundesliga-Handball" an und siehe da, die Handballfreunde des Bundesliga-Handball im VfL waren aufgewacht. So wurden Aktionen in der Fußgängerzone gestartet, wie Waffelbacken unter anderem von der Damen-Handball-Mannschaft des SSV Homburg-Nümbrecht. Die Konditionsgemeinschaft aus Gummersbach unterstützte den Verein mit einem Stollenverkauf. Ein Ladenlokal wurde von der Fa. Wolf (Burgtheater) zur Verfügung gestellt. Viele kleine und große Spenden wurden gesammelt und Verkaufsaktionen wurden gestartet, sogar Kinder plünderten ihre Spardosen. 
Solche Aktionen zeigen die hohe Identifikation und Verbundenheit der Bürger mit dem Verein und dessen Tradition. Dieser Förderverein hat unter anderem dazu beigetragen, dass die Insolvenz vermieden werden konnte und der VfL zurzeit wieder auf der Erfolgsschiene fährt. Genauso wie in der schlechten Zeit stehen die Leute natürlich genauso in der momentanen Zeit zum VfL. Der Zuschauerschnitt in der Kölnarena ist ein Zeichen dafür, und auch die aktuellen Zuschauerzahlen in Gummersbach sind die höchsten seit langer Zeit. Der Boom könnte wohl weiter gesteigert werden, doch dazu wird eine neue Halle benötigt, auch um dem Kern der VfL-Fans weiterhin Bundesligahandball in Gummersbach bieten zu können. 
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass Gummersbach mit einer neuen Halle zu einem Leistungszentrum des Handballverbandes werden kann. Dadurch könnten zusätzliche Veranstaltungen wie Lehrgänge und Jugendländerspiele stattfinden-


Das Steinmüllergelände - Der ideale Standort der neuen VfL Halle



Nach 125 Jahren endete mit der Insolvenz der letzten Eigentümerin im Jahr 2000 die Geschichte des Kessel- und Anlagenbauers L. & C. Steinmüller in Gummersbach. Als Konsequenz fiel ein ca. 180.000 m² großes, überwiegend mit Gewerbehallen unterschiedlichen Alters bebautes Gelände in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt Gummersbach brach. Nachdem die Stadt den Niedergang ihres größten und bedeutendsten Unternehmens sowie den damit verbundenen Verlust von tausenden Arbeitsplätzen weitgehend ohne Einflussmöglichkeiten hinnehmen musste, hat die Stadt Gummersbach das gesamte Gelände im Juli 2002 im Wege der Ausübung des Vorkaufsrechts erworben, um die zukünftige Entwicklung des Standortes aktiv steuern zu können. 
Als idealer Standort für eine neue Halle gilt das Steinmüller-Areal in Gummersbach. Die Lage wäre mit der Nähe zum Bahnhof und der Innenstadt sehr günstig. Des Weiteren könnte in Verbindung mit der Fachhochschule Gummersbach über eine Zusammenarbeit nachgedacht werden, d.h. die Halle wäre auch Sportstätte der FH.
Durch den Bau auf dem Steinmüllergelände wäre die Anbindung der Halle weitaus besser als dies zurzeit der Fall ist. Die Parkplatzsituation an der Eugen-Hass Halle ist unbefriedigend, es müssen zum Teil weite Fußwege zur Halle zurückgelegt werden. Besucher, die mit der Bahn kommen, müssen einige Kilometer zurücklegen um zur Halle zu gelangen. Diese Probleme wären bei der neuen Halle nicht vorhanden. Parkplätze würden auf dem Steinmüllergelände und der Fachhochschule Gummersbach ausreichend zur Verfügung stehen, und der Gummersbacher Bahnhof wäre nur einige Meter entfernt. 
Die Planung und Errichtung eines Einkaufzentrums und einer Halle  für den VfL Gummersbach befinden sich auf einem gutem Weg. Der Gummersbacher Stadtrat fasste am 17.02.2008 den Beschluss, die beiden Projekte gemeinsam auszuschreiben.

"Die Stadt Gummersbach befindet sich in der politischen Abstimmung darüber, ob der Investor zugleich verpflichtet werden soll, eine multifunktionale Veranstaltungshalle (Fassungsvermögen ca. 5.000 Plätze, Sitz-, Steh-, Business-Seats) zu errichten. Für den Bau der Veranstaltungshalle sind öffentliche Zuwendungen des Landes Nordrhein-Westfalen in Aussicht gestellt worden. Die Veranstaltungshalle kann entweder in das Einkaufszentrum integriert oder an anderer geeigneter Stelle des Steinmüllergeländes oder an sonstiger Stelle im Stadtgebiet errichtet werden."

Die Ausschreibung des geplanten EKZ und einer Multifunktionshalle endete am 31. März 2009. Das Ergebnis des Ausschreibungsverfahren EKZ/ Multifunktionshalle: Es liegen drei Angebote vor.
Die offizielle Pressemitteilung der Stadt Gummersbach.

Quellenhinweis:
- VfL Gummersbach: Die neue Halle? - Investitionsanalytische Betrachtung(en) Diplomarbeit aus dem Jahre 2004 - mit freundlicher Genehmigung von Herr Manz.  


Andere Hallenprojekte - Woanders gehts doch auch!


Die im März 2005 eröffnete Multifunktionshalle der Stadt Wetzlar hat ein Fassungsvermögen von maximal 6.000 Zuschauern und eine Innenraum-Fläche von 2.468 m².
Neben der Arena befindet sich der Wetzlarer Bahnhof und das Forum Wetzlar mit einem gemeinsam genutzten Parkhaus mit 1.700 Parkplätzen. Die Anlage verfügt über einen direkten Anschluss an die Bundesstraße 49. Der Bau der Halle hat die Stadt Wetzlar rund 16 Millionen Euro gekostet.

"Von Sport-Events über Konzerte, Musicals oder Gala-Abende bis hin zu Tagungen, Messen oder Produktpräsentationen – die Vielseitigkeit der Rittal Arena Wetzlar erlaubt Veranstaltungen jeder Art für ein großes Publikum und genügt dabei den höchsten Ansprüchen."

Die Rittal Arena ist unter anderem die Heimspielstätte des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar. Bei Spielen der Handball-Bundesliga liegt das Fassungsvermögen bei maximal 5.000 Zuschauern und die Rittal Arena bietet außerdem 8 Event-Logen für 12–34 Personen, sowie insgesamt 121 Event- Logenbalkonplätzen, 5 Seminar- und Tagungsräume, einen Business-Club für bis zu 320 Personen mit direktem Blick in den Arena-Innenraum, sowie einem Presseraum für bis zu 50 Personen an.
Neben den Handballspielen finden regelmäßig Konzerte, Shows und weitere Sportveranstaltungen in der Multifunktionshalle statt.



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www.GUMMERSBACH-IST-VFL.de